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Die industrielle
Geschichte des Departements Moselle wurde durch den Abbau
und die Verarbeitung von Eisenerz geprägt. Dieser
Wirtschaftssektor stellt mit mehr als 30 000 Beschäftigen
nach wie vor den wichtigsten Arbeitgeber in diesem Departement.
Es handelt sich hierbei jedoch auch um eine disziplinübergreifende
Branche, der Fabrikanten und Ausrüster aus den Bereichen
Kfz, Eisenbahn und Straßenwesen sowie Unternehmen
aus der Baubranche und Hersteller von Einrichtungsgegenständen
(VIESMANN) und viele andere mehr umfasst.
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Im Departement Moselle handelt
es sich bei der Metallverarbeitung um eine Disziplin,
die alle Bereiche abdeckt: von der Eisen- und Stahlindustrie
und der ersten Bearbeitungsstufe (Streckziehen, Profilwalzen,
Oberflächenbehandlung) über das Gießen,
Schmieden, Pressen, Falzen, Schweißen, Drehen, Fräsen,
die spanende Bearbeitung von Zahnrädern, den Zusammenbau,
die Fertigung von Bolzen und Schrauben sowie Ausrüstungsgütern
(Generatorwellen, Gehäusen, Industrieöfen, Vorrichtungen
und Spezialmaschinen …) bis hin zum Endprodukt.
Einzig die Bereiche „Uhrenbau“ (kleine Federn,
alle Arten von Kleinteilen für den Uhrenbau) oder
„Verbindungstechnik“ sind im Departement Moselle
kaum oder gar nicht vertreten. |
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Selbstverständlich
finden sich auch die großen Namen der Metallverarbeitung:
- ARCELOR, ISPAT, CORUS im Bereich Eisen- und Stahlindustrie,
- LES BRONZES D’INDUSTRIE im Bereich Gießerei
(Zentrifugierverfahren),
- automatische Aluminiumgießereien für die
Kfz-Industrie,
- Schmiede (ASCOFORGE) und Tiefziehen,
- Oberflächenbeschichtung (Galvanisierung, elektrolytisches
Verzinken,Emaillierung …). |
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Praktisch alle Marktnischen im Bereich
der Untervergabe von Wartungsverträgen werden in
diesem Sektor von KMU wie PRECILOR, STERI, PONTICELLI
besetzt, die beispielsweise in der Lage sind, die Wartung
einer kompletten Maschinenbau- oder Chemiefabrik zu übernehmen. |
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Mit mehr als 40 Unternehmen und über
2 000 Beschäftigten nimmt die Herstellung von Spezialmaschinen
im Departement Moselle eine besondere Stellung ein. |
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In diesem Sektor sind Tochtergesellschaften
großer Konzerne tätig, die auf die Fertigung
von Bergbaumaschinen, Zerkleinerungsmaschinen und Förderanlagen
unterschiedlicher Art spezialisiert sind. Doch auch kleine
und mittlere Unternehmen mit 10 bis 30 Mitarbeitern sind
vertreten, die vorwiegend Spezialmaschinen für die
Stahl- bzw. Automobilindustrie herstellen. |
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Dieser Wirtschaftssektor soll im Rahmen
eines auf mehrere Jahre angelegten und aus Mitteln des
Staates und der Region finanzierten Programms durch gezielte
Fortbildungs- und Absatzförderungsmaßnahmen
unterstützt werden.
Diese bedeutende Branche verfügt über ein umfassendes
Ausbildungsangebot, das die Lehrlingsausbildung mit dem
traditionellen Bildungs- und Schulwesen verknüpft
und vom Bedienungspersonal bis hin zum Ingenieur sämtliche
Berufsbilder abdeckt. Ferner wurde im Departement Moselle
im Rahmen seines wirtschaftlichen Umstrukturierungsprozesses
die technische Berufsausbildung verstärkt ausgebaut.
Daher sind Sekundarschulen besonders zahlreich vertreten,
und das Ausbildungsangebot gestaltet sich ausgesprochen
vielseitig. Des Weiteren existieren vielfältige Formen
der Zusammenarbeit mit der Wirtschaft durch Ausbildungsverträge
wie auch mit dem öffentlichen Bildungswesen im Rahmen
von Patenschaften.
Im Bereich der Hochschulbildung, die mit vier Ingenieurschulen
stark vertreten ist, werden binationale Bildungswege sowie
duale Ausbildungssysteme bevorzugt. |
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Auf dem Gebiet der öffentlichen
Forschung machen die Laboratorien der naturwissenschaftlichen
Fakultät, der ENIM, der ENSM und des IUT das Departement
Moselle zu einem der führenden Forschungsstandorte
im Bereich industrielle Verfahren.
Das Institut de Soudure (Institut für Schweißtechnik)
in Thionville-Yutz bietet neben den einschlägigen
Schweißtechniken (wozu auch der weltweit größte
Roboter für Kohlelichtbogenschweißen zählt)
Laboratorien und Geräte zur Durführung mechanischer
Prüfverfahren in den Bereichen Validierung und Bauartgenehmigung.
Auf dem Gebiet der privaten Forschung siedelte das erste
europäische Stahlforschungszentrum IRSID seine Forschungsaktivitäten
zum Thema Verfahrenstechnik und Stahlblech in der Kfz-Industrie
im Departement Moselle an. |
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