Aufgrund
umfangreicher Waldbestände zählt
Lothringen zu den führenden Holz verarbeitenden
Regionen in Frankreich.
Die auf Laubholzverarbeitung
spezialisierten Sägewerke belegen im nationalen
Vergleich den ersten Platz mit einer Jahresproduktion
von mehr als 350 000 m³. Das Unternehmen CHENE
DE L'EST besitzt eine Produktionsstätte in
Hambach, in der neben traditionellen Sägetätigkeiten
auch spezialisierte Weiterverarbeitungsverfahren
zur
Anwendung kommen. Als Rohstoff
für ihr umfangreiches Produktangebot, das von Paneelen
bis Parkettfußböden reicht, entschied sich
diese Firma, die 62 Arbeitnehmer beschäftigt und
50 % ihres Umsatzes mit Exporten nach Deutschland erzielt,
für das Eichenholz. Die auf Nadelgehölz spezialisierten
Sägewerke verzeichnen ein jährliches Produktionsvolumen
von 580 000 m³ Sägegut.
Die SCIERIES REUNIES in Abreschviller
stellen Bauholz, Schalungsholz sowie Produkte für
die Verpackungsindustrie her. Verwendung finden hierbei
vorzugsweise die Holzarten Tanne und Fichte. 13 % der
Produkte aus den jährlich verarbeiteten 120 000 m³
Rundholz sind für den belgischen, niederländischen
und skandinavischen Markt bestimmt. Das Unternehmen beschäftigt
80 Personen und leitete in jüngster Zeit Baumaßnahmen
für ein neues Sägewerk ein. Ein typisches Merkmal
der mechanischen Holzverarbeitung ist die Vielfalt des
Produktangebots: Die lothringischen Sägemühlen
beliefern im Departement Moselle die Hersteller von Paneelen
(DEPALOR in Phalsbourg) und von Parketten (TIMBERGER in
Rohrbach-les-Bitche).
Im Bereich Möbelherstellung werden
zwei große Produktgruppen angeboten: einerseits
moderne Pressspanmöbel (WELLE), andererseits Massivholzmöbel.
Einige Produzenten haben sich auf die Herstellung von
Stühlen spezialisiert.
Die in Faulquemont ansässige Gesellschaft
ROTO FRANK fertigt Dachfenster und Leitertreppen aus Vollholz.
Dieses Tochterunternehmen des deutschen ROTO-FRANK-Konzerns
erwirtschaftet mehr als die Hälfte seines Umsatzes
im Exportbereich.